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DIE BAND

 

Gegründet 1996 von den befreundeten Musikern Hermann Gier (Bass), Al Krott (Gitarre) und Theo Ruland (Gitarre und Gesang) waren Die Sklaven lange Jahre ein privates Projekt ohne professionelle Ziele oder überzogene Ambitionen. Es ging um die Rebellion gegen die Gesellschaft und den Alltag, um die Liebe zu harter Musik - ohne sich auf einen einzigen Stil festlegen zu wollen -, und um die Liebe zu gewagten deutschen Texten.

Nach vielen Jahren im luxuriösesten und bequemsten aller Proberäume – dem eigenen, nach den ersten Aufnahmen im eigenen Studio und einigen Wechseln am Schlagzeug stieß im Frühling 2006 mit BJ (Schlagzeug) das letzte, noch fehlende Element zur Band. Es war wohl Liebe auf den ersten Blick und für alle vier fügten sich wie durch Magie die Puzzleteile endlich zusammen.

Langsam aber mit steigendem Hunger nach Größerem begannen die Vier intensiv zu proben, ihre teilweise schon sehr alten und bei Freunden der Band beliebten Songs neu zu arrangieren, neue Stücke zu schreiben und sich nach Möglichkeiten umzusehen, erste größere Konzerte zu spielen. In Eigenregie entstand 2008/2009 das erste Album „Arbeit am Verdorbenen“, von dessen Sound und Intensität die Fachwelt und die Fans gleichermaßen begeistert sind. Über mehrere Monate arbeitete man parallel am perfekten und straffen Konzertprogramm und an den Aufnahmen für das Album. Fürwahr eine Kraftanstrengung, die sich gelohnt hat. „Arbeit am Verdorbenen“ ist ein echtes Killeralbum; eine Sammlung hochkarätiger Songs, die vom ersten bis zum letzten Ton elektrisiert und die Die Sklaven in der Hierarchie des Rock ganz weit nach vorne bringen wird.

Auf dem Album erzählen Die Sklaven von dem, was Menschen versklavt und ihnen dennoch Freude bereitet: Von Liebe und Sex, Macht und Missbrauch, Glaube und Fetischismus. Jeder Aspekt wird genüsslich ausgekostet und treffsicher auf den Punkt gebracht. Bisweilen glaubt man nicht, was man da hört.

„Schneeweißchen und Rosenrot“, der erste der 15 Titel nimmt nach einem atmosphärischen und spannungsreichen Intro direkt Fahrt auf und setzt mit einem wuchtigen Beat und fulminanten Gitarren sogleich die Stimmung für das Album. Auch im Anschluss landen Die Sklaven mit „Deutschland“ und „Lehrerin“ weitere hochexplosive Rock’n’Roll-Volltreffer.

Es sind Stücke wie „Deutschland“ und „Volk“, in denen Die Sklaven den Reglementierungswahn von Staat und Gesellschaft anprangern und in bester Punkmanier den Aufstand des kleinen Mannes proben. In „Bärenschweiß“ begleitet man den Schnüffler aromatischer Unterwäsche auf der nächtlichen Suche nach einer neuen Gönnerin und „Hau mir eine rein“ erzählt die Geschichte eines Sklaven, der sich von seiner fremdgehenden Herrin abwendet. „Svenja“ besingt die perfekte Frau, die zur Enttäuschung wird, weil sie die körperliche Züchtigung nicht beherrscht, während „Lana“ und „Lehrerin“ pikante autobiografische Einblicke erlauben. Unerhörtes aus der Märchenwelt erfährt man in „Rapunzel“; „Nordsee“ ist eine Liebeserklärung an die See in Herbst und Winter.

„Sehnsucht“ beschließt das Album mit ungewohnt feinen und intimen Tönen, die uns mit auf eine Reise in unser Innerstes nehmen, um am Ende mit orchestraler Macht einen beeindruckenden Schluss zu setzen.

Ein Höhepunkt des Albums ist mit Sicherheit „Tanze Für Mich“. Ein Song, der durch seine schweren Beats und die brachialen Gitarren mitreißt und im Mittelteil durch ein poetisch gespieltes Cello und ineinander verwobene Perkussion eine fast mystische Atmosphäre entstehen lässt.

Den Sklaven gelingt das Kunststück, bislang Unausgesprochenes und bisweilen Banales mit augenzwinkerndem oder provozierendem Witz und begeisternder und mitreißender Musik zu vermitteln. Ein Spaß der besonderen Art, bei dem jeder ein Stück seines dunkleren Selbst wiedererkennt, ohne sich dafür schämen zu müssen.

Die Arbeit am Album war sehr entspannt, weil wir in unserem eigenen Studio keinem wirtschaftlichen oder zeitlichen Druck ausgesetzt waren“, erzählt Theo. „Wir konnten verschiedene Mixe und Stile testen und organisch entdecken, was für das Album am besten war.“

Wer aber glaubt, dass Die Sklaven ihre Stärken nur auf dem Album zeigen können, muss sich bei ihren Konzerten eines Besseren belehren lassen. Live laufen unsere vier Mannen um Sänger Theo zur absoluten Hochform auf und hypnotisieren mit ihrer Wand aus Gitarren und Gesang und ihren unbezwingbaren Beats jedes Publikum.

 


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